Inszenierung

Themen plastisch zu machen, sie mit Leben zu füllen und für die Teilnehmer erlebbar zu machen, das ist Aufgabe der Inszenierung. Dazu kann man faszinieren oder manchmal sogar provozieren, Analogien herbeizitieren oder Geschichten erzählen, Räume erschaffen oder Werkzeugkisten füllen.


In den meisten Präsentationen ärgern sich die Teilnehmer über eine wenig strukturierte Anhäufung von PowerPoint-Slides. Wundern sich, wie Menschen unendlich viel Arbeit in ein Projekt stecken, und es dann lieblos und ohne Stolz auf das Geleistete vorstellen. Sicher, die Bullet-Point-Präsentationen gelten mittlerweile als verpönt, aber was man statt dessen machen könnte, davon haben die meisten Präsentierenden keine Vorstellung. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Glanzlichter richtig in Szene zu setzen, die Erwartungen der Teilnehmer an die Inhalte zu treffen – und die Erwartungen an die Aufbereitung zu übertreffen.


Es beginnt mit einer Leitidee, um die sich die Präsentation dreht. Einem roten Faden, einer Analogie. Mit der Analogie kann man die Teilnehmer im besten Sinne des Wortes unterhalten und Inhalte verständlich machen. Zusätzlich sorgt es für eine hohe Behaltensleistung, ohne dabei auf Kosten der Emotionen zu gehen. Das Bild muss bekannt und gemocht sein, dann kann man neue Inhalte daran festtackern. Die Teilnehmer brauchen lediglich hinterher das bekannte Bild wieder wachrufen - was nicht schwer ist -  und können dann daran das Präsentationsthema in vielen Facetten wieder abrufen.


Die benutzte Analogie lässt sich in aller Regel herrlich mit Requisiten umsetzten, vergessen Sie also Ihren Computer, wenn Sie dessen Funktionalität (für Filme, Musik etc.) ansonsten nicht brauchen.


Wie man die passende Leitidee generiert, welche Kreativitätstechnik dazu prädestiniert ist, wie man Emotionen bei den Teilnehmern auslöst, wie man alle Sinne erreicht, in Präsentationen einsteigt und mit einem Knalleffekt aufhört, wie man Geschichten erzählt und welchen Nutzen dies haben kann, in welche Reihenfolge man Inhalte bringt, welche Requisiten man einsetzen kann, wie man die Inhalte sichtbar hält und wie man Argumente so aufbereitet, dass sie auch als Argumente funktionieren, das alles und noch mehr gehört in den Bereich Inszenierung.


Um eine Präsentation zu inszenieren, braucht es neben dem Know-how nur noch: Kreativität und Vergnügen

© Pali Rao/iStockphoto

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3i als Formel:

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